Studien - Sturzprophylaxe


Drei Monate Training auf einer Tanzmatte halbiert Sturzrisiko

In dieser Metastudie mit 660 Teilnehmern wurden reaktives Training (Bananensturz) und Tanztraining auf Tanzmatten (Stolpersturz) im Hinblick auf die Effektivität zur Sturzprophylaxe untersucht. Nach durchschnittlich 3.5 Monaten 3 mal pro Woche 15 Minuten hatte sich die Sturzrate beim Tanztraining auf Tanzmatten um über die Hälfte verringert, die Reaktionsgeschwindigkeit verkürzte sich um rund 80%. Die Studie fand ausserdem heraus, dass die Sturzverminderung allein durch eine Verbesserung der Balanceparameter, nicht durch eine Verbesserung der Kraft erzielt wurde.


Metaanalyse von sieben RCTs (n=660; Alter>60)

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Tanzmatten-Training im Vergleich zu Kraft- und Balancetraining

Tanztraining auf Tanzmatten als kostengünstige Methode wurde mit herkömmlichem Kraft-und-Balance-Training verglichen. Die Probanden der Studie trainierten 12 Wochen lang zweimal pro Woche je 70 Minuten auf einer Tanzmatte. Das Sturzvorkommen wurde 14 Monate lang weiterprotokolliert. Die Sturzrate pro Person in der Tanz-Gruppe lag 14 Monate nach dem Training bei rund 30%, die Sturzrate in der Kraft-und-Balancetrainings-Gruppe bei 58%. Das Verhältnis der Stürze pro Stolperer war in der Tanz-Gruppe mit 17.1% signifikant niedriger als in der Kraft-und-Balance-Gruppe (50.0%). Tanztraining auf Tanzmatten kann daher als eine kostengünstige und geeignete Methode zur Sturzprophylaxe empfohlen werden.

RCT; Studienteilnehmer (n=39; Alter=65-74 J).

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Gesellschaftstanz als Sturzprävention

Seniorenheimbewohner trafen sich 12 Wochen lang dreimal pro Woche für 50 Minuten zum Gesellschaftstanz. Die Tänze beinhalteten Foxtrott, Walzer, Rumba, Swing, Samba und Bolero. Nur durch diese Aktivität verloren die Patienten im Schnitt 2.85 Kg Gewicht. Im Vergleich zur Kontrollgruppe erhielten die Gesellschaftstänzer eine bessere Balance und verzeichneten signifikant weniger Stürze. Daher wird Gesellschaftstanz als eine effektive Methode zur Verbesserung der Balance und zur Sturzverhinderung empfohlen.

Studienteilnehmer: Seniorenheimbewohner (n=59)

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Geeignet als Messinstrument für Sturzrisiko?


Kann man mit Tanzmatten sogenannte "Fallers" von "Non-Fallers" unterscheiden? Gibt der Parameter "stepping reaction time" (CSRT) Antwort auf diese Frage? Die folgende Studie untersuchte diese Fragestellungen. Sie fand heraus, dass die Reaktionszeit (RT) und Parameter des Sturzrisikos stark miteinander korrelierten. Teilnehmer mit moderatem/hohem Sturzrisiko hatten eine signifikant langsamere Reaktionszeit als Personen mit niedrigem Sturzrisiko (PPA score <1). Die Autoren schlussfolgern, dass eine Tanzmatte als zuverlässiges Tool genutzt werden kann, um Personen mit hohem Sturzrisiko von Personen mit niedrigem Sturzrisiko zu unterscheiden. Weil eine Tanzmatte leicht und tragbar ist, kann sie gleichzeitig als Test und als Interventionsmöglichkeit benutzt werden.

Teilnehmer: (Durchschnitt 78.87±5.90 Jahre; 65 - 90 Jahre)

A Novel Video Game-Based Device for Measuring Stepping Performance and Fall Risk... mehr.




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